Die Referentin Ana Ignacia Rodríguez «La Nacha»

Ana Ignacia Rodríguez «La Nacha» (*1944) war studentische Aktivistin der 68er-Bewegung in Mexiko-Stadt und wurde deshalb inhaftiert. Als Überlebende des Massakers vom 2. Oktober und als ehemalige politische Gefangene thematisiert sie als Zeitzeugin und Mitglied des Comité 68– einem 1978 begründeten Zusammenschluss von 68er-Akti­vistInnen, die Straflosigkeit der Täter und die bis heute an­dauernden staatlichen Menschenrechtsverletzungen in Me­xiko. Mit ihrer aktuellen Rundreise auf Einladung von Am­nesty International und dem Verein Grenzenlos e.V. verfolgt sie das Ziel, über die Situation der anhaltenden Straffreiheit der Täter und kontinuierlichen staatlichen Menschenrechts­verletzungen zu informieren. Nacha wird in einem kurzen Vortrag über die strafrechtliche Verfolgung der Verantwort­lichen der staatlichen Massaker von 1968 und 1971, sowie der Verantwortlichen für die Politik des «schmutzigen Krie­ges» und aktuelle Menschenrechtsverletzungen sprechen und des Weiteren den Film «Cementerio de Papel» vorstellen, in dem sie selber in einer kleinen Rolle mitwirkte.